Hotel an der Kante, Helgoland

An der nordöstlichen Inselseite schlängelt sich oberhalb der Uferpromenade der Millstätter Weg vom Unterland die Hangkante über fast 35 Meter hinauf in das Oberland. Er dient den Fussgängern als Verbindung von unten und oben und ist zugleich Feuerwehrzufahrtstraße.

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Das Haus an der Kante nimmt das Thema der Verbindung von Oberland und Unterland auf. Der Verbindung der Menschen über die Kante der Insel.

Gebäudeform und Fassade:

Das Gebäude stellt sich vor die Hangkante und lässt das bestimmende Element der Insel unberührt durchlaufen. Mit Arkaden wölbt es sich über den Millstätter Weg und gleicht den Höhenversatz aus. In den meisten Geschossen ist die Fassade zum Meer eingerückt und bildet somit einen vorgelagerten Terrassenbereich. Die Fassade zur Uferpromenade nimmt Elemente der Fassaden der angrenzenden Institute sowie des Kurhotels auf.

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Erdgeschoß und 1. Obergeschoß:

Entlang des Millstätter Wegs liegen Räumlichkeiten für kleinere Geschäfte oder Gewerbe. Ihnen wird ein Geschoß darüber zugeordnet, das ermöglicht, die Steigung des Wegs räumlich aufzunehmen. Des Weiteren liegt hier der Zugang zu den beiden Fahrstühlen und dem Treppenhaus, die das Oberland mit dem Unterland verbinden sowie die einzelnen Geschosse erschließen. Der Millstätter Weg wird großzügig mittels Arkaden überbaut und bewahrt die Verbindung von Oberland und Unterland.

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2. Obergeschoß:

Dieses Geschoß dient der Jugend und erhält eine gegenüber den anderen Geschossen erhöhte Raumhöhe und Stützenfreiheit, um vielfältige Angebote wie Spiel, Sport und Tanz zu ermöglichen.

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3. – 6. Obergeschoß:

In den seitlichen Bereichen der Geschosse werden Appartements mit vorgesetzter Terrasse angeboten. Die Mitte dient gemeinschaftlichen Einrichtungen oder kann ebenfalls zu Appartements ausgebaut werden.

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7. Obergeschoß:

Im obersten Geschoß befindet sich Platz für Gastronomie mit einer Terrasse und einem Ausblick über das Unterland, den Hafen bis hinüber zur Düne. Außerdem erschließt sich von hier aus über eine vorgelagerte Treppen- und Rampenanlage das Oberland. Die Dachlandschaft duckt sich gegenüber der Bebauung des Oberlandes in den Hang, um die bestehende freie Aussicht vom Norderfalm weiterhin ungehindert zu ermöglichen.

  • Ort:
  • 27498 Helgoland
  • Bauherrin:
  • Fa. Projektmanagement
  • Büro Ellen Fink
  • Am Südstrand 12 d
  • 27498 Helgoland
  • raumspur:
  • Holger Heinrich
  • Leistung:
  • Leistungsphase 1 – 3